Kiefernwald, Öje, Dalarna (Foto: DS)

Die Forschung zeigt, dass der Verlust der biologischen Vielfalt im Hinblick auf das Überleben der Menschheit mindestens genauso problematisch ist wie der Klimawandel. Um das Abfallmanagement zu bewerkstelligen und um Zugang zu Nahrung, Wasser und anderen Ressourcen zu haben, muss der Mensch Teil eines funktionierenden Ökosystems sein. Artenreiche Ökosysteme haben eine geringere Resilienz als artenarme, können bei Störungen ihre grundlegende Organisationsweise also weniger gut erhalten.

Die Bedrohung der biologischen Vielfalt und des Klimas hängen auch zusammen: Die artenarmen Monokulturen, die die Forstwirtschaft fördert, sind anfälliger gegenüber künftigen Klimaänderungen, und der Klimawandel an sich bedroht die Biodiversität beispielsweise in Gebirgsgegenden. Ein weiteres Beispiel: Mit seiner Vielfalt an Bodenpilzen bindet der Boden in einem Naturwald mehr Kohlenstoff als der gestörte Boden in einer Pflanzung. Pflanzungen sind anfälliger gegenüber Krankheiten, und insbesondere Fichtenpflanzungen sind wegen des flachen Wurzelsystems ihrer Bäume sturmanfällig.

Liegendes und stehendes Totholz, s. Bild, ist äußerst wichtig für die Erhaltung der biologischen Vielfalt im Wald: Es bietet Tieren Lebensraum und dient Pilzen und Moosen als Substrat. Es ist auch wichtig, dass Wälder netzwerkartig miteinander verbunden bleiben und nicht voneinander isoliert werden. Habitatfragmentierung, wie sie für die intensive Forstwirtschaft typisch ist, kann schließlich zum Aussterben von Arten führen, gerade von seltenen Arten, die im Ökosystem häufig sensible Funktionen haben. Weitere Informationen finden Sie im Kapitel Biologische Vielfalt.

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