Viele finden, dass alle Veränderungen von den Konsumenten ausgehen sollen – schließlich habe jeder die Möglichkeit, klimaverträgliche und ökologisch erzeugte Produkte zu wählen. Selbstverständlich können Sie als Einzelperson viel für die Reduzierung Ihrer eigenen Umweltauswirkungen tun. Und Sie können mit Ihrem Konsumverhalten eine Vorbildrolle übernehmen. Aber mindestens genauso wichtig ist es, die Gesellschaft zum Beispiel über das Engagement in Organisationen zu verändern, und seine Meinung kundzutun.

Nehmen Sie Einfluss!

  • Informieren Sie sich und bilden Sie sich eine Meinung.
  • Engagieren Sie sich in der oder unterstützen Sie die Umwelt- und Umstellungsbewegung. Setzen Sie sich ein für eine Veränderung unseres Gesellschaftssystems; es ist nicht zukunftsfähig und nicht nachhaltig. Gemeinsam können wir etwas bewirken!
  • Erheben Sie Ihre Stimme, wenn jemand die globale Erwärmung leugnet oder das schwedische Forstwirtschaftsmodell als nachhaltig bezeichnet. Melden Sie sich auch in den sozialen Medien zu Wort.
  • Schützen Sie den Wald: Hinterfragen Sie die Abholzung von Wäldern mit hohem natürlichem oder sozialem Wert.
  • Verlangen Sie, dass die Zertifizierungen forstwirtschaftlicher Erzeugnisse wirklich Nachhaltigkeit bescheinigen, und verlangen Sie strengere Gesetze im Hinblick auf die Forstwirtschaft und deren Erzeugnisse.
  • Nehmen Sie Kontakt auf mit Firmen, die mit Holzrohstoffen und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen handeln. Stellen Sie Fragen und Ansprüche. Nehmen Sie auch Kontakt auf mit den Eigentümern und Kunden schwedischer Holzkonzerne und widerlegen Sie alle Ausflüchte. Mehrere schwedische Banken sind Teileigentümerinnen der Holzkonzerne.
  • Unterstützen Sie kleinere Unternehmen in Ihrer Region, die Holzwaren veredeln. Viele arbeiten mit hochwertiger Ware und lassen es nicht an der nötigen Rücksicht fehlen.
  • Seien Sie anderen Menschen ein Vorbild: Wenn Sie erzählen, dass Sie Vegetarier geworden sind oder aus Umweltschutzgründen auf Flugreisen verzichten, gibt das Ihrem Gegenüber vielleicht zu denken.

Einkauf

  • Recyceln Sie, arbeiten Sie Dinge auf oder teilen Sie sie mit anderen.
  • Kaufen Sie weniger Gebrauchsgüter. Kaufen Sie das, was Sie tatsächlich haben müssen, gebraucht/secondhand. Nutzen Sie auch das Angebot der vielen Verschenkgruppen online oder in Ihrer Region.
  • Reduzieren Sie den Papierverbrauch, indem Sie zu Werbung im Briefkasten „Nein danke“ sagen. Drucken Sie so wenig wie möglich aus und wenn, dann doppelseitig. Leihen Sie Bücher und Zeitschriften in der Bibliothek, statt Sie zu kaufen.
  • Verwenden Sie Mehrwegprodukte wie Stofftaschen, „echtes Geschirr“, Menstruationstassen oder Stoffbinden und Stoffwindeln.
    Essen Sie weniger Fleisch und tierische Produkte und vermeiden Sie Palmöl. Wenn Sie Fleisch essen, genießen Sie in erster Linie Wildbret und regional erzeugtes Fleisch von Weidetieren. Ernähren Sie sich saisongerecht und legen Sie sich am besten einen eigenen Nutzgarten zu.

Energienutzung

  • Nutzen Sie den Öffentlichen Verkehr, fahren Sie Rad oder gehen Sie, statt mit dem Auto zu fahren. Steuern Sie im Urlaub Nahziele an, statt an weit entfernte Reiseziele zu fliegen.
  • Wenn Sie wirklich ein Auto brauchen: Legen Sie sich ein Elektroauto zu und zeigen Sie, dass man sich ohne fossile Kraftstoffe fortbewegen kann.
  • Verringern Sie Ihren Energieverbrauch, zum Beispiel indem Sie Ihr Haus besser isolieren.
  • Ziehen Sie zur Ressourcenschonung mit anderen Personen zusammen.
  • Greifen Sie auf Energieunternehmen zurück, die Sie mit Energie aus der Sonnenstrahlung oder Windkraft versorgen können. Installieren Sie eine Photovoltaikanlage, wenn Sie Hauseigentümer sind.
  • Teilen Sie Ihrer Windkraftgesellschaft mit, dass sie keine Windkraftanlagen in altbestehendem Wald oder in anderem Wald mit hohem Naturwert aufstellen soll. Es gibt viele andere geeignete Standorte. JA zur Windkraft, NEIN zur Windkraft in altbestehendem Wald.
0
0
0
s2smodern