Planetary boundaries according to Rockström et al. 2009 and Steffen et al. 2015. The green areas represent human activities that are within safe margins, the yellow areas represent human activities that may or may not have exceeded safe margins, the red areas represent human activities that have exceeded safe margins, and the gray areas with red question marks represent human activities for which safe margins have not yet been determined. (Text och bild från Wikipedia 2016).

Die Erde ist begrenzt. Deshalb sind auch die Ressourcen endlich. Der Mensch hat nach und nach Wälder abgeholzt, Böden ausgelaugt, die Meere leergefischt usw. Hinzu kommen Probleme wie Plastikmüll im Meer und andere Arten der Verschmutzung, giftige Emissionen, die von der Industrie ausgehen, und der Ausstoß von Treibhausgasen. Die Problematik ist zwar seit langer Zeit bekannt, aber Rockström et al. (2009) gelang es, die planetaren Grenzen in einem einfachen Schaubild zu illustrieren. Steffen et al. (2015) veröffentlichten eine aktualisierte Version der Grafik. Sie sehen die Darstellung rechts in einer Version, die der Wikipedia entnommen wurde (die im entsprechenden Artikel übrigens auch die Argumente anführt, die gegen einige der neun Grenzen erhoben wurden). Bei drei ökologischen Dimensionen wurde die Belastungsgrenze bereits überschritten:

  • Klima (Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre
  • Biologische Vielfalt und
  • Stickstoff- und Phosphorkreisläufe

Freilich können solche Belastungsgrenzen nur ungefähr beschrieben werden. Aber das stellt nicht das Prinzip in Frage, dass solche planetarischen Grenzen vorhanden sind und diese in ihrem Wechselspiel und aus einer Ganzheitsperspektive betrachtet und beachtet werden müssen. Der Mensch hat dem Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen und die Belastungsgrenzen des Planeten bei seinen Aktivitäten zu berücksichtigen und großzügig einzuhalten. Der Klimawandel kann möglicherweise gestoppt werden, indem auf die Nutzung fossiler Brennstoffe verzichtet und Kohlendioxid wieder vermehrt in den Ökosystemen gebunden wird (der Mensch brachte ungefähr die Hälfte der lebenden Pflanzenmasse zum Verschwinden). Doch eine Wiederherstellung der biologischen Vielfalt wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Es ist sinnlos und kontraproduktiv, die Biodiversität noch mehr zu gefährden, indem angeblich zur Klimarettung noch mehr Wald abgeholzt wird. Die Entscheidungen, die wir heute treffen, werden das Klima und die Welt viele Tausend Jahre lang beeinflussen. Im Kapitel Lösungen wird behandelt, was unternommen werden müsste.

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