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Naturschutzgebiet Ranesvare in Jokkmokk/Gällivare. Foto: Frédéric Forsmark/Länsstyrelsen i Norrbottens län

Der Wald beeinflusst das Klima durch die Kohlenstoffbindung und -freisetzung, aber auch durch

Laubwald hat eine höhere Albedo als Nadelwald. Das hängt damit zusammen, dass Laubbäume im Winter ihre Blätter abwerfen und dass Laubblätter heller sind als Nadeln. Deshalb kommen dunkle und dichte Nadelholzpflanzungen dem Klima weniger zugute. Günstiger wären, je nach Gegebenheiten, Laub- und Mischwälder.

Auch weil Kahlschläge – besonders wenn sie mit einer Schneeschicht bedeckt sind – eine höhere Albedo aufweisen als Wälder, sagten ältere Modellierungsstudien einen Kühleffekt der Entwaldung in nördlichen Breitengraden voraus. Allerdings empfehlen die Artikelverfasser keine Entwaldung, weil funktionierende Ökosysteme mit ihrer Artenvielfalt und ihren Ökosystemleistungen entscheidende Voraussetzungen für das Leben auf der Erde sind. Eine aktuelle empirische Studie zeigt, dass Kahlschläge das Klima in tropischen und temperierten Wäldern aufheizen, während der Effekt von Kahlschlägen in borealen Wäldern fast gleich null ist. Außerdem verursacht Entwaldung größere lokale Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sowie zwischen Sommer und Winter.

Forschung, in deren Rahmen die Effekte von Albedo sowie von Kohlenstoffbindung und -freisetzung modelliert wurden, ergab: Der Energieträger Holz beeinflusst das Klima in den meisten Fällen kurzfristig (bezogen auf circa 50 Jahre) negativer als fossile Brennstoffe. Die Ergebnisse variieren unter anderem in Abhängigkeit von den Breitengraden, der Dauer der Schneebedeckung sowie davon, welcher fossile Energieträger (in welchem Ausmaß) ersetzt wird und davon, wie viele der Bäume geerntet werden.

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